zeitzeuge  

Emotionales und lehrreiches Zeitzeugengespräch

 

 

Am 24.01.2019 fand im Rahmen des Geschichtsunterrichts der Klassenstufe 9 ein Zeitzeugengespräch mit der Holocaustüberlebenden Eva Franz im Jugendzentrum TetriX statt. Für die anwesenden Schüler und Lehrer war dies ein besonderer Moment, da wir fernab vom Schulbuch Geschichte lebendig und greifbar erfahren konnten. Die Veranstaltung wurde moderiert von Birgit Mair, Buchautorin und Rechtsextremismus-Expertin aus Nürnberg.

  

Frau Franz erzählte von ihren erschütternden Erlebnissen während des Nationalsozialismus als Kind in den Konzentrationslagern Auschwitz-Birkenau, Ravensbrück und Bergen-Belsen. Sie gehört zur Gruppe der Sinti und Roma, die in der menschenverachtenden Rassenlehre der Nationalsozialisten als minderwertig galten und vernichtet werden sollte. Noch heute werden Sinti und Roma abwertend als „Zigeuner“ bezeichnet.

 

Sie erlebte während dieser Zeit den Verlust ihrer Schwester und ihrer Mutter, die kurz vor der Befreiung des Konzentrationslager Bergen-Belsen vor Erschöpfung starb.

 

Ihr Vater, der im österreichischen Konzentrationslager Mauthausen überlebte, erfuhr kurz nach Ende des Krieges, dass seine Tochter lebt. Ihm blieb lediglich ein Tag, um sie zu finden, sonst wäre sie nach Amerika adoptiert worden. Anhand einer Narbe aus Kindheitstagen konnte er Eva erkennen.

 

Erschreckend war am Ende des Vortrages die Information, dass in der Bundesrepublik die Sinti und Roma lange um ihre Anerkennung als Opfer des Nationalsozialismus kämpfen mussten und Frau Franz jahrzehntelang keine Entschädigungszahlungen erhalten hat.

 

Für alle Anwesenden war nachzuempfinden, wie einschneidend und traumatisierend diese Erfahrungen für Frau Franz gewesen sein müssen. Beeindruckend war der offene und emotionale Umgang mit ihren Erinnerungen.

 

All jenen, die das Thema nicht mehr für wichtig halten und einen Schlussstrich ziehen wollen, ist der Besuch eines Zeitzeugengespräches zu empfehlen.

 

Die Schulgemeinschaft der Geschwister-Scholl-Realschule bedankt sich bei Frau Franz für ihr Kommen. Wir hoffen, auch im kommenden Jahr ein Zeitzeugengespräch mit ihr veranstalten zu können.

 

Tobias Graf und Christin Gergele
graffiti04 

2017 wurde an den Sommertagen bereits der 2. Stock mit einem großen Graffiti verschönert.

 

2018 war der 3. Stock dran. Geholfen hat dabei ein Profi-Street-Artist: Carlos Lorente von den "StyleScouts". Er erzählte den 15 Teilnehmern von der 5. bis zur 10. Klasse erst einmal etwas über die Geschichte des Graffiti, dann brachte er ihnen auf großen Pappen im Pausenhof bei, wie man die Spray-Dose richtig hält, wie die Striche nicht wackelig werden und wie man am besten ganze Flächen farbig macht. Dann durften jeweils 2 Schüler einen der Buchstaben des Motivs "Respect" gestalten. Lorente brachte das Ganze an die Wand und dann wurde in Kleingruppen gesprayt, bis die Atem-Maske versagte.

Am Schluss waren alle stolz, dass "ihr" Buchstabe jetzt für alle sichtbar im 3. Stock prangt. Respect!

 

Und nächstes Jahr dann der 4. Stock......;)

 

Manuela Lippold

 
 

Im November 2018 haben alle Coolrider ihre Ausbildung erfolgreich beendet und ihr Zertifikat von der VAG und der Polizei überreicht bekommen.

 

Bilder der Abschlussveranstaltung 2018 finden Sie auf der Coolrider Homepage

 
 
 
 
2018abschluss gsr coolrider 

Die Coolrider 2017/2018  bekamen im Januar 2019 ihre Urkunden direkt vom Innenminister Joachim Herrmann in einer Feierstunde in der Nürnberger Meistersingerhalle.

 

Sogar in den Nürnberger Nachrichten wurden unsere Coolrider erwähnt und erschienen  mit einem Foto in  der Zeitung.

 

 

 

Weitere Fotos der Coolrider 2017 finden Sie auch auf der Coolrider Homepage